Prostataentzündung

Prostata

Prostata

Die Prostataentzündung wird in Fachkreisen als Prostatitis bezeichnet und ist eine typische Männerkrankheit. Bei einer erkrankten Person treten Schmerzen im Dammbereich und Probleme beim Wasserlassen auf. Die Prostata wird auch als Vorsteherdrüse bezeichnet. Sie liegt unterhalb der Blase und hat die Größe einer Kastanie.

Die Vorsteherdrüse wird von der Harnröhre durchzogen und setzt sich aus einzelnen Drüsenkörpern zusammen. In den Drüsenkörpern wird ein leicht trübes und flüssiges Sekret produziert, welches beim Samenerguss in die Harnröhre gepresst wird. Danach mischt sich das Sekret mit den Spermien, woraus das Sperma entsteht.

Eine Prostataentzündung ist eine Entzündung der Vorsteherdrüse.



Man unterscheidet akute und chronische Prostataentzündungen. Die Hälfte aller Männer leidet jedoch im Laufe des Lebens einmal an einer Prostatitis. Meistens tritt dann das chronische Beckenschmerzen Syndrom auf, welches auch unter dem Begriff “chronische Prostatitis” bekannt ist. Wenn das Beckenschmerzsyndrom chronisch ist, dann werden Entzündungszellen im Sperma oder im Urin gefunden. Andernfalls handelt es sich um ein nicht entzündliches Beckenschmerzsyndrom. Es kommt jedoch vor allem dann zu einer Prostataentzündung, wenn die Vorsteherdrüse mit Bakterien befallen ist.

Wenn der Patient nichts gegen eine solche Bakterieninfektion unternimmt, dann kommt es in den meisten Fällen zu einer chronischen bakteriellen Prostatitis.

  1. die akute (Kategorie I) Prostatitis
  2. die chronische, bakterielle (Kategorie II) Prostatitis
  3. die chronisch-abakterielle (Kategorie III) Prostatitis (hierbei handelt es sich um ein chronisches Schmerzsyndrom des Beckens)
  4. die asymptomatische, entzündliche (Kategorie IV) Prostatitis

Symptome einer Prostataentzündung

Es kann zu verschiedenen Krankheitsanzeichen kommen, wenn man an einer Prostatitis erkrankt ist. Häufig klagen Betroffene jedoch über Schmerzen im Unterbauch sowie im Bereich des unteren Rückens. Weiterhin herrscht ein Druckgefühl im Dammbereich in der nähe des Afters. Patienten denken, dass sie auf die Toilette müssen, jedoch können nur kleine Mengen uriniert werden. Weiterhin kann es zu Störungen während dem Geschlechtsverkehr kommen. Erektionsschwierigkeiten sind keine Seltenheit. Fieber kann auch bei einer Infektion auftreten. In manchen Fällen kann der Stuhlgang schmerzhaft empfunden werden. Darüber hinaus kann es zu Schmerzen im Leistenbereich und im Unterleib kommen.

Sollte der Verdacht auf eine Prostatitis bestehen, dann muss der Erkrankte zunächst vom Arzt durch gecheckt werden. Der Urologe tastet die Vorsteherdrüse vom Enddarm her ab. In vielen Fällen ist diese geschwollen. Mit Hilfe einer Ultraschall-Untersuchung kann dann bereits näheres über die Erkrankung gesagt werden. Sollte sich ein Abszess gebildet haben, dann kann die Krankheit ganz einfach nachgewiesen werden. Urin- und Spermaproben sind notwendig, um herauszufinden, ob Bakterien für die Entzündung verantwortlich sind.

Therapie und Behanldung

Die Therapie richtet sich immer ganz nach der Ursache der Prostataentzündung. Sollten Bakterien für die Entzündung verantwortlich sein, dann muss mit Antibiotika gearbeitet werden. Um eine geeignete Medizin zu finden, muss eine Bakterienkultur angelegt werden. Somit kann herausgefunden werden, um welchen Erreger es sich handelt. Erst dann kann das richtige Antibiotikum verschrieben werden. Sollte es sich um eine andere Form der Prostataentzündung handeln, dann muss unter Umständen mit Alphablockern und entzündungshemmender Medizin gearbeitet werden.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen können sehr verschieden sein. Wenn Bakterien dafür verantwortlich sind, dann dringen diese in die Prostata ein und sorgen dafür, dass das Gewebe mit Abwehr reagiert, was wir als Entzündung bezeichnen. Es werden sich Zellen des Immunsystems ansammeln, um den Erreger zu bekämpfen. Diese können zu Gewebe Schaden führen.

Oftmals handelt es sich bei den Erregern einer akuten Prostatitis um Escherichia coli-Bakterien, die auch im Darmbereich vorkommen. Zunächst werden die Harnwege befallen sein und später auch die Prostata. Weiterhin sind oftmals Klebsiellen-Bakterien für eine Prostataentzündung verantwortlich. In seltenen Fällen gelangen die Bakterien auch über das Blut in die Prostata, was als hämatogene Streuung bezeichnet wird.

Bei der chronischen Prostatitis können die Ursachen oftmals nicht wirklich nachgewiesen werden. Chlamydien sind beispielsweise Bakterien, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden und in manchen Fällen bis in die Prostata aufsteigen. Weiterhin sind die Harnwege ab und zu verengt, sodass die Fließgeschwindigkeit des Urins verändert ist. Folglich kann Harn in die Prostata gelangen, wodurch das Gewebe gereizt wird. In einigen Fällen werden jedoch auch psychische Faktoren als Hintergrund einer Prostatitis vermutet.
Männer haben meist Beschwerden beim Wasserlassen. Zu dem Zeitpunkt sollte bereits ein Arzt aufgesucht werden da es schon um eine Akute Entzündung handeln kann. Dieser wird Ihnen dann die beste Behandlung Empfehlen. Weitere Beschwerden für Männer kann Fieber sein.


Einer Prostataentzündung Vorbeugen

Bei herkömmlichen Harnwegsinfektionen ist große Vorsicht geboten. Man sollte eine solche Erkrankung nie lange anstehen, sondern sofort behandeln lassen, damit die Keime erst gar nicht in die Prostata gelangen. Trinken ist immer gut, da die Keime somit aus den Harnwegen gespült werden. Besonders eignen sich hierfür Wasser, Saftschorlen oder Kräutertees.